Erfolgsstories

Im Ruhrgebiet gibt es eine Vielzahl junger Talente, die durch gezielte Förderung ihren Weg machen. Lerne sie kennen und bekomme Ideen für deine eigene berufliche Zukunft.

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Dr. Anna Katharina Jacob

Junge und erwachsene Talente

Sie ist an der Universität Duisburg-Essen tätig und fördert dort Talente – solche, die bereits im Ausland studiert haben, und solche, die noch nicht genau wissen, ob sie überhaupt studieren möchten.

ProSALAMANDER, so heißt das Nachqualifizierungsprogramm für ausländische Akademiker, die in Deutschland trotz guter Ausbildung und Berufserfahrung keine passenden Jobs finden. Dr. Jacob weiß, wie schwer sich die deutsche Wirtschaft und deutsche Hochschulen nach wie vor mit der Einschätzung fremder Hochschul-Diplome tun: „Ein Personalchef entscheidet sich eher für einen Bewerber mit einem deutschen Abschluss, weil ihm dieser vertraut ist und ihm damit die inhaltliche Qualität eher gewährleistet scheint.“ Mit der Folge, dass die Talente vieler hochqualifizierter Zuwanderer unerkannt blieben und dem Arbeitsmarkt verloren gingen. Genau dagegen will Dr. Jacob etwas tun: In Gesprächen mit Vertretern von Arbeitsagenturen und Jobcentern, Migrantenverbänden und Bildungsberatungen im Ruhrgebiet sucht sie nach zugewanderten Akademikern, die keine ausbildungsadäquate Anstellung gefunden haben. Diese versucht sie, in das Programm ProSALAMANDER einzubinden, und vermittelt ihnen Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Auch Bewerber, die kein ProSALAMANDER-Studium aufnehmen, erhalten von ihr Unterstützung: Sie berät über alternative Bildungswege und vermittelt an andere Ansprechpartner, die für eine Nachqualifizierung sorgen können.

Doch nicht nur die erwachsenen Talente interessieren Dr. Jacob, auch die Förderung unserer jüngeren Talente liegt ihr am Herzen. Und die setzt sie um – in der NRW-Talentscouting-Initiative und dem neuen TalentKolleg Ruhr. Das TalentKolleg Ruhr zeigt jungen Menschen Chancen auf, bietet berufliche Orientierung, fördert gezielt und individuell. Eine ausführliche Analyse der eigenen Stärken und Interessen oder die Erkundung möglicher Berufswege gehören beispielsweise zum Angebot. Getragen wird es gemeinsam von der Universität Duisburg-Essen, der Fachhochschule Dortmund und der Westfälischen Hochschule. Gefördert wird das Programm von der Stiftung Mercator. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Jugendliche für ein Studium zu gewinnen – es geht darum, die Frage nach dem richtigen Beruf gemeinsam zu erarbeiten. Häufig fehlt insbesondere jungen Menschen aus Nichtakademikerfamilien die nötige Orientierung. Dr. Jacob ist Ansprechpartnerin für dieses Projekt an der Universität Duisburg-Essen. Warum sie das macht? Deshalb: „Junge Menschen auf die Spur zu setzen, sich Bildung zuzutrauen, darum geht es uns!“

Frau Dr. Jacob wurde 2014 für ihr außerordentliches Engagement mit dem TalentAward Ruhr ausgezeichnet.

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