Erfolgsstories

Im Ruhrgebiet gibt es eine Vielzahl junger Talente, die durch gezielte Förderung ihren Weg machen. Lerne sie kennen und bekomme Ideen für deine eigene berufliche Zukunft.

Eray

Schüler

Erays Erfolgsstory

Eray Emre Kaplan, 17 Jahre, Stipendiat RuhrTalente

Der talentierte Stipendiat ist weniger als ein Jahr am Berufskolleg West und war vorher an der Gertrud-Bäumer Realschule in Essen. Dort hat er seinen Realschulabschluss mit Qualifikation erworben. Am Berufskolleg West macht er nun das Abitur. Das Besondere dabei: Zusätzlich zum Abitur erwirbt Eray mittels Praxiseinheiten in Form von Werkstattunterricht eine Zusatzqualifikation in Maschinenbautechnik. Denn in dieser Disziplin fühlt sich Eray gut aufgehoben. Sein größter Wunsch ist es, zu studieren - am liebsten Maschinenbau mit der Spezialisierung auf Flugzeugtechnik. Denn Eray ist ein Technik-Freak. Der 17-Jährige denkt zielorientiert und ist ein absoluter Mathe-Fan. Der Beweis: Seine guten Noten in dem Schulfach. Aber auch sonst ist Eray ein guter Schüler. Sein Anspruch ist es, immer 100 Prozent zu geben. Deshalb möchte er sich in den Fremdsprachen auch noch etwas verbessern. Außerdem steht das soziale Miteinander bei dem RuhrTalent hoch im Kurs; Eray bildet sich deshalb gerne in Lerngruppen fort, weil er den Austausch mit anderen für effektiver hält. Erays Eltern sind ihm eine besondere Stütze: Sie stehen ihm in allen Lebenslagen mit Rat und Tat zu Seite und wollen, dass er seinen eigenen Weg geht und den Beruf findet, der zu ihm passt. Im Interview verrät uns Eray, warum das Schülerstipendienprogramm RuhrTalente für ihn so wichtig ist und wie er sich seine berufliche Zukunft vorstellt.

Warum hast du dich bei dem Schülerstipendienprogramm RuhrTalente beworben?

„Ein Freund hat mir vom Talentscouting erzählt, danach ging alles sehr schnell: Ich bekam einen Talentscout an die Seite gestellt, mit dem ich regelmäßig Kontakt hatte. Er wiederum motivierte mich dazu, mich für das Stipendium zu bewerben. Auch mein Freund hat mich ermutigt. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich den Schritt gegangen bin. Jetzt bin ich RuhrTalent – und dankbar dafür, dass ich eine Sprachreise machen kann und an Workshops teilnehmen darf, um mich in Bereichen zu verbessern, in denen ich meiner Meinung nach noch nicht so gut bin.“

Was hat dir das Stipendium bisher gebracht und wie hat sich dein Leben verändert, seitdem du RuhrTalent bist?

„Ich habe schon jetzt viel dazugelernt. Es gab bereits einige Seminare, an denen ich teilgenommen habe. Mein persönliches Highlight: Ich habe gelernt, wie man eine Präsentation hält. Diese Erfahrungen und Kompetenzen sind wichtig und helfen mir in meinem späteren Berufsleben. Auch der Besuch im Baylab war ein absoluter Traum! Dort konnten wir vier Tage lang ein Seminar belegen, bei dem wir etwas über Chemie und den Beruf als Chemielaboranten erfahren haben. Cool fand ich auch, dass wir einen Knigge-Kurs besucht haben und die gelernten Fähigkeiten anschließend in der Praxis testen konnten.“

Was machst du privat, um andere zu unterstützen?

„Ich gebe in meiner Freizeit Nachhilfe und möchte in Zukunft unbedingt etwas mit jungen Geflüchteten machen. Ich finde ohnehin, dass Geflüchtete noch viel mehr gefördert werden müssen und ich freue mich, wenn ich aktiv etwas dazu beisteuern kann. Das RuhrTalente-Seminar „gesellschaftliches Engagement“ war für diese Idee sehr inspirierend.“

Was war deine größte Herausforderung?

„Eigentlich wollte ich nach der 10. Klasse eine Ausbildung zum Chemielaboranten machen und habe gar nicht an das Abitur gedacht. Ich habe unzählige Bewerbungen abgeschickt und Gespräche gehabt – leider immer erfolglos. Rückblickend kann ich sagen, dass es das Beste war, was mir passiert ist! Auf diese Weise war ich gezwungen, nach einem Plan B zu suchen - und der lautetet eben: weitermachen. Generell waren Mathe und Chemie, aber auch Physik, meine Stärken, sodass ich beschlossen habe, mich in diese Richtung weiterzuentwickeln.

Wofür begeisterst du dich in deiner Freizeit?

„Ich liebe Fußball! Früher wollte ich wie viele andere Jungs auch Fußballprofi werden. Ich spiele zwar nicht im Verein, aber wir treffen uns regelmäßig mit Freunden und trainieren gemeinsam. Das macht mir großen Spaß.“

Was steht als nächstes bei dir an?

„Ich freue mich auf die Sprachreise nach Liverpool! Diesen Traum möchte ich mir im nächsten Jahr erfüllen. Da ich aber noch ein Praktikum absolvieren werde, kann ich mir auch vorstellen, ein Praktikum im Ausland zu machen. Dann möchte ich mich voll und ganz auf mein Abitur konzentrieren.“

Deine Meinung ist gefragt: Warum ist Talentförderung wichtig?

„Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch Talent hat und dass andere dieses Talent nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Deshalb ist es wichtig, dass jemand an diese Menschen glaubt und ihnen eine Chance gibt.“

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