Erfolgsstories

Im Ruhrgebiet gibt es eine Vielzahl junger Talente, die durch gezielte Förderung ihren Weg machen. Lerne sie kennen und bekomme Ideen für deine eigene berufliche Zukunft.

Sascha

Motivierter Jobling

Auszubildender zum Krankenpfleger und ehemaliger Jobling

Sascha, wie bist du zu den Joblingen gekommen?

„Die Agentur für Arbeit hat mir vorgeschlagen, mich dort anzumelden. Ich kannte die Joblinge vorher nicht.“

Bei den Joblingen gibt es am Anfang ehrenamtliche Gruppenprojekte. Was hast du da gemacht?

„Ich war in einem Mehrgenerationenhaus und habe dort Räume mit angestrichen. Ich fand das Projekt gut, um sich näher kennenzulernen und rauszubekommen, wer wer ist.“

Wusstest du da schon, wo du beruflich hin willst?

„Ich habe vorher Praktika und Nebenjobs im Lager und im Einzelhandel gemacht, das war gar nix für mich. Dann habe ich ein Vorstellungsgespräch im Krankenhaus gehabt. Ich hab mich gewundert, dass ich dort überhaupt eingeladen wurde. Ich war ja nicht so gut in den Naturwissenschaften. Privat habe ich aber schon immer geholfen, in meinem Haus leben viele ältere Leute. Man hat wohl gemerktdass ich das unbedingt machen will. Nach einem Praktikum habe ich dann die Ausbildung bekommen. Ich habe vorher schon im Altenheim gearbeitet. Im Krankenhaus ist aber viel mehr Abwechslung. Es sind immer neue Menschen da, die sind immer anders drauf. Ich lerne die verschiedenen Menschen kennen. Man lernt fürs eigene Leben.“

Sind die Fächer in der Berufsschule anders als auf der normalen Schule?

„Mein Praktikum habe ich direkt auf der Station gemacht. Als ich dann die Ausbildung angefangen habe, war ich aber erst einmal in der Schule. Danach war ich wieder sechs Wochen auf der Station, dann hatte ich wieder Blockunterricht. Wir lernen lateinische Fachausdrückedamit wir die Ärzte überhaupt verstehen. Außerdem haben wir z.B. das Fach „Lernen lernen“. Und natürlich Naturwissenschaften, Psychologie, Pflege, Umgang mit Patienten, so was halt. Naturwissenschaften haben mir nie Spaß gemacht. Aber jetzt lerne ich eine komplett andere Seite davon kennen. Schließlich weiß man jetzt, worüber man redet. Anatomie z.B., der menschliche Körper, Muskeln – ich sehe da jetzt einen Zusammenhang.“

Was hast du mit deiner Mentorin zusammen gemacht?

„Ich habe mich mit meiner Mentorin ein paar Mal getroffen. Wir haben darüber gesprochen, was ich machen will. Sie hat mir ihre Hilfe bei den Bewerbungen angeboten, z.B. wenn ich nicht wusste, wo ich noch welche hinschicken kann.“

Was hat dir denn an dem Joblinge-Programm am besten gefallen? Hast du noch Kontakt zu den Joblingen?

„Also wenn ich das mal mit den anderen Maßnahmen vergleiche, die ich schon gemacht habe: Da habe ich nix gemacht, da habe ich mich hingesetzt und gezockt. Aber hier haben sie mich motiviert, nix aufzuschieben. Wenn ich mal was nicht gleich gemacht habe, dann hieß es „ Nee, mach das jetzt, dann hast du das fertig!“ Man hat Unterstützung bekommen. Ab und zu schreibe ich mit anderen Joblingen oder wir treffen uns mal. Zwischendurch ruft ein Mitarbeiter von den Joblingen an und fragt, ob alles gut ist. Der Kontakt ist weiter da.“


Mehr Informationen zu den Joblingen finden Sie hier.

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