Zukunftsworkshop

Bei Workshops bringt der Initiativkreis Ruhr Schulen und Unternehmen zusammen. Ziel ist es, aktuelle Bildungsthemen in der Praxis zu diskutieren, ökonomisches Bewusstsein in Schulen zu verankern und den Berufseinstieg junger Menschen zu begleiten.

Wirtschaft & Schule

Warum klafft trotz Wirtschaftswachstum die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander? Welche Folgen hat das für das Bildungssystem? Und wie kann man diesem Trend entgegenwirken? Mit diesen und weiteren Fragen befassten sich rund 100 Teilnehmer aus Schulen, Kommunen und Bildungsbüros beim diesjährigen Zukunftsworkshop des Initiativkreises Ruhr. Sie diskutierten zu dem Thema „Arm und Reich – Bildungsgänge schaffen, Chancengleichheit herstellen.“ Gastgeber war die Ernst & Young GmbH in Dortmund. Die Erkenntnisse des Fachtages, den Herausforderungen beim Thema Chancengleichheit zu begegnen, lauten: Eltern mehr einbeziehen, Quartiersarbeit stärken, auf die Jugendlichen zugehen und den aufsuchenden Ansatz intensivieren.

Andreas Spielmann von Ernst & Young begrüßte die Gäste. Anschließend erläuterte Bernd Kreuzinger vom Initiativkreis Ruhr die Brisanz und Aktualität des Themas: Der aktuelle Armutsbericht belege, wie sehr die Bildungschancen von Kindern in Deutschland von der finanziellen Situation der Haushalte abhängen. In kaum einer Region werde das Armuts- und Bildungsgefälle so deutlich sichtbar wie im Ruhrgebiet.

Zum darauffolgenden Gespräch bat Moderatorin Britta Mersch den Journalisten Marco Maurer, Autor des Buches „Du bleibst, was Du bist“, und Dr. Imke Dunkake vom Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Die Experten berichteten von persönlichen Erlebnissen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Bildungsaufstiegen und sozialen Einflussfaktoren. In vier Workshops diskutierte anschließend das Fachpublikum zu den Themenschwerpunkten:

  • Das Duisburger Schulmodell – Eine Brücke zwischen Wirtschaft und Jugendlichen aus Risikolagen mit Yassine Zerari, Niederrheinische IHK zu Duisburg
  • Wie gelingen Bildungsaufstiege? Das NRW-Zentrum für Talentförderung mit Marcus Kottmann, NRW-Zentrum für Talentförderung
  • Studienzugang für Nicht-Akademiker-Kinder – Die TD-Plattfom mit Sabiha Cetinkaya, TD-Plattform
  • RuhrFutur: Gemeinsam wirken für Bildungsgerechtigkeit in der Metropole Ruhr mit Mark Becker, RuhrFutur gGmbH

In einer abschließenden Talkrunde formulierten die Teilnehmer Erkenntnisse, um Lösungen für diese Herausforderung zu finden. Wichtigstes Ergebnis: Die Eltern müssten stärker in den Bildungsprozess einbezogen werden. Darüber hinaus sei es sinnvoll, die pädagogische Arbeit in den einzelnen Quartieren zu verstärken. Zudem sei es wichtig, die Kinder und Jugendlichen schon früh- zeitig zu motivieren und sie darin zu bestärken, ihre Talente zu entdecken – und dabei die soziale Lebenswelt der jungen Menschen zu berücksichtigen.

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