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„Deutsch-Checker“-Projekt

Studenten machen Schüler zu Lehrern – so oder so ähnlich könnte man das Prinzip des Projektes „Deutsch-Checker“ der Ruhr-Universität Bochum zusammenfassen.

Lehramtsstudenten der Uni haben Oberstufenschülern aus Herne ein Jahr lang Tipps an die Hand gegeben, wie sie ihr Wissen an jüngere Schüler weitergeben können. Die erste Projektphase ist jetzt beendet. 16 neue „Deutsch-Checker“ bekamen im Juli ihre Urkunden im Ratssaal.

20 Paten der Ruhr-Universität mit dabei

„Ich hab’ mich bei dem Projekt nicht nur schulisch, sondern auch persönlich sehr weiterentwickelt“, sagt Emirhan. Der 16-jährige Schüler vom Gymnasium Wanne hat im vergangenen Jahr drei Fünftklässler seiner Schule betreut. „Und das hat er wirklich toll gemacht“, sagt Trainerin Astrid Lutter.

Sie ist Lehramtsstudentin für Deutsch und Geschichte und eine von 20 Paten, die das Projekt mitgestaltet haben. „Ich habe ihn fast ein Stück weit adoptiert“, sagt die 34-Jährige und Emirhan stimmt lachend zu. Einmal wöchentlich haben sich die beiden getroffen.

Noten haben sich verbessert

Dabei haben sie viel über fachbezogene Inhalte und über die richtigen Lehr-Methoden gesprochen. „Astrid hat mir aber zum Beispiel auch bei meiner LK-Auswahl geholfen“, sagt der Schüler. Außerdem hat Emirhan die Ruhr-Uni kennengelernt, „das war wirklich cool!“

Ebenfalls einmal die Woche hat sich Emirhan dann mit seinen „Lernern“ zusammengesetzt und mit ihnen Deutsch geübt. Und das Prinzip zeigte Wirkung: Bei einem Schüler sind die Noten direkt besser geworden, sagt Emirhan. „Von den Lehrern kriege ich die Rückmeldung, dass sich die Schüler im Unterricht jetzt viel mehr trauen“, sagt der 16-Jährige stolz.

Anderer Einblick in den Schulalltag

Und nicht nur die Oberstufen- und Unterstufenschüler nehmen viel aus dem Projekt mit. „Für uns Lehramtsstudenten ist das eine tolle Gelegenheit, einen ganz anderen Einblick in den Schulalltag zu bekommen“, sagt Astrid Lutter. „Die Möglichkeit, auf diese Art und Weise mit den Schülern zusammenzuarbeiten, ist einfach toll.“

Initiiert wurde das Projekt im Herbst vergangenen Jahres von Björn Rothstein, Professor an der Ruhr-Universität Bochum. „Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich so perfekt läuft“, so Rothstein. Im kommenden Schuljahr soll es deshalb auf jeden Fall weitergehen. „Ich habe bereits 30 neue Studierende, die sich für das Projekt interessieren, das ist ein sehr positives Signal.“

Kontakt zwischen den Teams bleibt bestehen

Einige der jetzigen Paten und Schüler werden auch im kommenden Schuljahr wieder mitmachen. Emirhan ist allerdings nicht dabei. Er konzentriert sich auf seine neuen Herausforderungen in der Q1. Der Kontakt zu den Fünftklässlern und seiner Patin bleibt aber bestehen. „Ich bin für dich immer übers Handy erreichbar“, sagt die Studentin.

Zum Artikel der WAZ geht es hier.

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