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Hochschule bietet einzigartigen Studiengang an

Es geht um Ressourcengewinnung und Weiterverarbeitung. 53 Studenten nutzen seit diesem Wintersemester das praxisnahe, zweisprachige Angebot.

2018 bleibt für den Bergbau in Nordrhein-Westfalen eine einschneidende Jahreszahl. Nächstes Jahr ist endgültig Schluss mit dem Bergbau. Eine Ära geht zu Ende. An der Technischen Hochschule Georg Agricola, ehedem als Bergbauschule gegründet, wird das kaum zu merken sein. Vor allem werden die Absolventen weiterhin wenig Schwierigkeiten haben, einen Job zu finden. Auch nicht oder erst recht nicht die des neuen, deutschlandweit einzigartigen Master-Studiengangs „Mineral Resource and Process Engineering“.

Der praxisnahe Studiengang rund um Ressourcengewinnung und Weiterverarbeitung wird, da der Bedarf national wie international sehr groß ist, zweisprachig, auf deutsch und englisch, angeboten. Er passt bestens in die Zeit. Die Gewinnung mineralischer Rohstoffe ist die größte „Massenbewegung“ der Welt. Jedes Jahr werden mehr als 30 Milliarden Tonnen an Gestein, Erden, Erzen und Energierohstoffen abgebaut.

Vollzeit- und Teilzeitstudium ist möglich

Die Rohstoffbranche bietet daher viele berufliche Perspektiven. Der Studiengang hat in diesem Wintersemester begonnen, kann sowohl in Vollzeit (vier Semester) als auch in einem berufsbegleitenden Teilzeit-Studium (sechs Semester) absolviert werden. 53 Studenten, darunter auch welche aus Russland, Thailand oder Japan, haben sich für dieses neue Angebot entschieden. Felix Lange (24), Simon Döppenschmitt (23) und Kevin Ashoff (25) sind drei von ihnen.

Ein Bachelor-Studium haben sie an der Technischen Hochschule bereits abgeschlossen. Jetzt wollen sie den Master draufsatteln. Lange und Döppenschmitt fokussieren sich mehr auf die Rohstoffgewinnung, Ashoff eher auf die Verfahrenstechnik. Alle drei sind gerade von den vielen Möglichkeiten des Studiengangs angetan.

Studenten planen komplettes Bergwerk

„Das Besondere ist in der Tat die Fächerkombination und die Flexibilität“, sagt Prof. Dr. Ludger Rattmann, der zusammen mit Prof. Andreas Kreipl den neuen Studiengang leitet. „Die Studierenden können frei wählen zwischen den Richtungen Rohstoffgewinnung oder Verfahrenstechnik und Aufbereitung.“ Aus einem Pool an Lehrveranstaltungen können sie sich ihr ganz persönliches Studienprogramm zusammenstellen.

„Es gibt klassische Lehrveranstaltungen wie Seminare und Vorlesungen“, sagt Felix Lange. „Dazu gibt es viele Praxiselemente, Planspiele und eigene kleine Projekte.“ Kevin Ashoff findet besonders das Forschungsmodul interessant. „Der Forschungsaspekt bist wichtig. Gut finde ich auch, dass man eine Fachveröffentlichung planen muss und auf Management-Aufgaben vorbereitet wird.“

Das gehe dann sogar so weit, sagt Ludger Rattmann, „dass die Studierenden ein komplettes Bergwerk planen müssen. Mit allem, was dazu gehört“. Und auch, wenn es zumindest in Nordrhein-Westfalen ab dem nächsten Jahr kein Bergwerk mehr geben wird.

Hochschule verabschiedet 125 Studenten

Mit innovativen Ideen sollen die Ingenieure von heute und morgen dazu beitragen, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Darauf vorbereitet werden sie an der TH Georg Agricola (THGA). Die Hochschule verabschiedete nun 125 Absolventen. Ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind bestens.

THGA-Vizepräsident Prof. Dr. Ulrich Paschedag: „Ihr Studienabschluss ist ein großer Meilenstein in ihrem Leben, die Zeit des Lernens ist damit allerdings nicht vorbei. Doch mit Rüstzeug, das sie hier mitbekommen haben, können sie zuversichtlich die nächsten Herausforderungen ansteuern und sicher meistern.“

Drei Absolventen wurden mit dem Preis des Vereins der Freunde für hervorragende Studienabschlüsse ausgezeichnet: Philipp Bamidele, Fabian Nowak und Tim Bergtold.

Zum WAZ-Artikel geht es hier.

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