5 Fragen an… André Mentler, BROCKHAUS AG

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André Mentler ist Ausbildungsleiter bei der BROCKHAUS AG. Dort betreut er vor allem dual Studierende. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, seine Kunden bei der Digitalisierung zu unterstützen. Der Hauptsitz liegt in Lünen mit Zweigstellen in Dortmund und Hamburg.

Am 10.06.2021 beteiligt sich André Mentler an der ersten digitalen ElternAkademie Ruhr in Lünen. Bei dem Format erfahren Eltern von ExpertInnen aus der Berufspraxis, wie sie sich zu kompetenten BeraterInnen entwickeln und ihre Kinder gezielt unterstützen können. Bei Diskussionen und Workshops werden Fragen beantwortet und beispielsweise erklärt, wie junge Leute die optimale Ausbildungsstelle finden, wie Bewerbungsverfahren ablaufen oder wie der nächste Bildungsschritt gefördert werden kann. 

Die Teilnahme an der ElternAkademie Ruhr in Lünen ist kostenlos - die Infos zur Anmeldung finden Sie auf der Projektseite.

Welche Person(en) haben Sie in Ihrer Jugend besonders inspiriert und auf dem Bildungsweg unterstützt?

Ein Freund, der sich sehr für Informatik interessierte, beeinflusste mich stark. Durch ihn erhielt ich einen Einblick in die Informatik. Mit einem anderen Freund teilte ich allgemein die Begeisterung für Technik. Das bestärkte mich darin, meinen Weg in die Informatik zu gehen. Die Unterstützung, dieses Ziel langfristig zu verfolgen, bekam ich durch meine Familie, die jederzeit bei allen Entscheidungen hinter mir stand.

Sie sind Ausbildungsleiter bei der BROCKHAUS AG. Was zeichnet Ihre Art der Talentförderung aus?

Im Talente-Bereich lernen und arbeiten die Menschen sehr früh frei und - so weit wie möglich - unabhängig von den Führungskräften. Die Arbeit ist in Projekten organisiert. Zu Beginn der Ausbildung handelt es sich um interne Projekte bei uns im Unternehmen. Erst danach erfolgen die Einsätze in Kundenprojekte. Die unternehmensinternen Teams bestehen aus Azubis, Dual- und Werk-Studentinnen und Studenten sowie Festangestellten. Die Teams organisieren sich weitestgehend selbstständig, werden aber von Ausbildenden und anderen Festangestellten unterstützt. Diese Begleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen erfolgt engmaschiger als üblich und führt die Talente an das Projektgeschäft als Berater heran.

Welches Ziel verfolgen Sie dabei?

In der Ausbildung ist es unser Ziel, die Talente zu eigenverantwortlichen KollegInnen zu entwickeln, daher wollen wir nicht zu viel vorgeben. Andererseits möchten wir die Inhalte vermitteln, die für die Ausbildung wichtig sind und die wir als Unternehmen für relevant halten. Darum gehen wir mit unseren Weiterbildungsmöglichkeiten einen Mittelweg: Wöchentliche innerbetriebliche Schulungen, Vieraugengespräche, Mentoring und Weiterbildungsangebote garantieren den Austausch und die Wissensvermittlung, ohne die Entwicklung zu sehr zu steuern und so die Unabhängigkeit zu hemmen. Der Kontakt zu den Festangestellten sorgt für Spezialwissen und den Erfahrungsaustausch. Regelmäßige Code Reviews oder Pair Programming Sessions mit unseren erfahrenen Mitarbeitenden ergänzen das Angebot. Die Talente erhalten so die Impulse zum selbstständigen Vertiefen von Inhalten und bewahren ihre Eigenständigkeit.

Welche Perspektiven haben junge Talente in Ihrem Unternehmen nach der Ausbildung (oder dem Studium)?

Die Chance für eine Übernahme ist hoch und unsere Karrierepfade decken eine Bandbreite an Themen und Spezialisierungsmöglichkeiten ab. Die Festanstellung erfolgt als Berater oder Beraterin im Bereich IT oder Business Consulting. Es ist also sowohl möglich als technischer wie auch als fachlicher Berater einzusteigen.

Welchen Tipp können Sie Jugendlichen ganz praktisch mit auf den Weg geben?

Grundsätzlich rate ich allen Jugendlichen zu einem Praktikum. Jedoch sollten Interessierte nicht nur in den Bereich reinschnuppern, der sie besonders interessiert, sondern ebenfalls in den Bereich, in dem sie ihre Stärken vermuten. Interessen können sich mit der Zeit ändern. 
Jugendliche, die sich für Softwareentwicklung interessieren, sollten sich vorab privat mit der Programmierung vertraut machen. So stellen sie schnell fest, ob ihnen das Themenfeld liegt. In einem Praktikum einer anderen Person beim Programmieren zuzuschauen, ohne eigene Kenntnisse zu besitzen, ist äußert langweilig und schlimmstenfalls demotivierend. Auf diversen Videoportalen oder mit Hilfe von Tutorials ist es möglich sich vorab zu informieren. Das ist heutzutage sehr einfach und die Werkzeuge und das Wissen sind nur wenige Mausklicks entfernt.
 

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